Fachbereich Wirtschaftswissenschaften

Leitbild und Vision

Vision

  • Der Fachbereich positioniert sich national und international als wirtschaftswissenschaftlicher Fachbereich einer technischen Universität, welcher dem Leitbild der nachhaltigen Entwicklung in Lehre und Forschung eine zentrale Bedeutung beimisst.
  • Der Fachbereich erreicht internationale und nationale Sichtbarkeit in Form von Forschungsprojekten, hochrangigen Publikationen, eigens initiierten Konferenzen, Konferenzteilnahmen, und personellem Austausch in Forschung und Lehre.
  • Der Fachbereich stellt innerhalb der TU Kaiserslautern eine wichtige Säule in Forschung und Lehre dar. Er kooperiert in Lehre und Forschung mit anderen Fachbereichen oder einzelnen Disziplinen und steht mit ihnen im partnerschaftlichen Dialog.
  • Der Fachbereich versteht sich als Partner der Hochschulleitung und Impulsgeber für die weitere Entwicklung der TU Kaiserslautern hin zu einer nachhaltigen Universität.

 

Mission

  • Nachhaltiges Wirtschaften bedeutet für uns auf der Grundlage intra- und intergenerationeller Gerechtigkeit eine langfristige Orientierung in Bezug auf ökologische, ökonomische und soziale Ziele und deren Zusammenführung zu einem Gleichgewicht auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene.  
  • Um nachhaltig wirtschaften zu können, bedarf es aus unserer Sicht nicht nur der Bewahrung von natürlichen und gesellschaftlichen Ressourcen, sondern auch innovativer Geschäftsmodelle, eines kontinuierlichen human- und umweltverträglichen Wandels und der proaktiven Lösung gesellschaftlicher und ökologischer Herausforderungen durch unternehmerische Aktivitäten. Hierzu verfügen wir über erforderliche wirtschaftswissenschaftliche Erkenntnisse und im Sinne der „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ der UN die erforderlichen Kompetenzen im interdisziplinären Kontext mit anderen Wissenschaftsdisziplinen. Wir unterstützen den Wissenstransfer zur Schaffung nachhaltiger, innovativer Unternehmen.    
  • Die Vermittlung des generierten Wissens und der relevanten Kompetenzen für die Entwicklung von Problemlösungsstrategien erfolgt in der universitären Lehre auf Bachelor- und Masterebene sowie in unseren Doktorandenprogrammen, jedoch auch durch den Wissenstransfer in die Praxis. Wir wollen zukünftige Führungskräfte ausbilden, die wirtschaftliche und technisch-naturwissenschaftliche Fragestellungen verknüpfen können und ihre Entscheidungen in gesellschaftlicher Verantwortung in einem globalisierten Umfeld treffen.
  • Wir sind offen gegenüber neuen Wirtschaftskonzepten und Denkweisen, die über die etablierten wirtschaftswissenschaftlichen Modelle hinausgehen oder diese in Frage stellen und stellen diese auch in der Lehre zur Diskussion.

Leitbild Lehre

Sämtliche Studiengänge, die der Fachbereich Wirtschaftswissenschaften verantwortet, stehen unter dem Qualifikationsziel:

„Wir wollen zukünftige Führungskräfte ausbilden, die wirtschaftliche und technisch-naturwissenschaftliche Fragestellungen verknüpfen können und ihre Entscheidungen in gesellschaftlicher Verantwortung in einem globalisierten Umfeld treffen.“

Im Einzelnen bedeutet dies:

Die Absolvent*innen der Bachelorstudiengänge besitzen grundlegende, berufsvorbereitende Kenntnisse über betriebswirtschaftliche Fragestellungen und Zusammenhänge sowie im Bachelorstudiengang Betriebswirtschaftslehre mit technischer Qualifikation Grundkenntnisse und Methoden in ausgewählten ingenieurwissenschaftlichen Vertiefungsrichtungen oder der Informatik. Sie können das erworbene Wissen einordnen und reflektieren und systematisch wiedergeben. Außerdem sind sie in der Lage, das Wissen zu interpretieren und wesentliche betriebswirtschaftliche Konzepte einzelfallbezogen anzuwenden. Ihnen steht somit ein Instrumentarium zur Verfügung, welches zum Erkennen und Analysieren und zur verantwortlichen Lösung betriebswirtschaftlicher Probleme auf wissenschaftlicher Grundlage befähigt.

Die Absolvent*innenkönnen die hergeleiteten Problemlösungsansätze und Hypothesen sachgerecht entwickeln, begründen und kommunizieren. Die Absolvent*innenkönnen Kriterien entwickeln, nach denen die Problemlösungsansätze und Hypothesen evaluiert werden können, um Rückschlüsse für das weitere Vorgehen ziehen zu können. Sie haben Erfahrung mit der Entwicklung von Lösungen in Gruppen, verfügen über Wissen zum Aufbau wissenschaftlicher Arbeiten sowie Recherche und Präsentationskompetenzen. Die Absolvent*innensind dazu befähigt ein konsekutives, wissenschaftliches Masterstudium aufzunehmen.

Die Absolvent*innen der Masterstudiengänge können ihre Fachexpertise nutzen und problemadäquat anwenden, sowohl im Rahmen der betriebswirtschaftlichen Praxis als auch im Rahmen anschließender wissenschaftlicher Qualifikation. Sie können dabei nicht nur ausschließlich auf ihr Fach bezogen handeln, sondern sind zugleich zur Kommunikation als auch Kooperation über das eigene Fach hinaus befähigt, insbesondere in den ingenieurwissenschaftlichen Bereichen, wenn sie den Studiengang Betriebswirtschaftslehre mit technischer Qualifikation absolviert haben. Sie sind in der Lage, die erlernten Arbeits- bzw. Vorgehensweisen kritisch zu reflektieren, deren Anwendungsfelder und Grenzen zu erkennen und sie neuen Problemen anzupassen bzw. weiterzuentwickeln. Sie sind sensibel für die unterschiedlichen Interessen der Akteure im betrieblichen Umfeld und die daraus entstehenden Konfliktmöglichkeiten.

Die Studiengänge des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften sind eingebettet in dem Leitbild des Fachbereichs, das sich den Grundsätzen eines Smart Sustainable Cyber-Physical Social Systems Ansatzes verpflichtet fühlt:

Klimawandel, digitale Vernetzung, alternde Gesellschaften, Ausbrüche von Infektionskrankheiten sind Beispiele für "große Herausforderungen", denen sich die Welt derzeit gegenübersieht. Große Herausforderungen werden im weitesten Sinne als komplexe globale Probleme verstanden, die uns mit radikaler Unsicherheit konfrontieren, die über die Grenzen der Rechtsprechung hinausgehen und die plausibel durch koordinierte und kooperative Anstrengungen zur Beseitigung gesellschaftlicher Barrieren und organisatorischer Zwänge angegangen werden können.

Unser Gesamtansatz besteht darin, uns nicht auf die großen Herausforderungen als gegeben zu konzentrieren, sondern sie als eine Gestaltungs- und Managementherausforderung anzugehen. Wir sind bestrebt, große Herausforderungen nicht einfach nur zu bewältigen, sondern intelligente und nachhaltige Lösungen zu entwerfen, und zwar mit dem Fachwissen, das auf unseren unterschiedlichen disziplinären Hintergründen beruht.

Durch sinnvolle Forschung und die Ausbildung zukünftiger Führungskräfte und Experten, beides in Zusammenarbeit mit der Praxis, wollen wir einen wichtigen Beitrag zum Bereich "Intelligente nachhaltige cyber-physikalische Sozialsysteme" leisten. Dazuhat der Fachbereich dieses Thema als ein übergreifendes Forschungsfeld identifiziert, das in fünf verschiedenen, aber miteinander verwobenen Bereichen behandeln wird:

1.               Intelligenz intelligenter nachhaltiger cyberphysikalischer Sozialsysteme

2.               Entwicklung intelligenter nachhaltiger cyber-physikalischer sozialer Systeme

3.               Maschinenbau intelligenter nachhaltiger cyber-physikalischer sozialer Systeme

4.               Management intelligenter nachhaltiger cyber-physikalischer sozialer Systeme

5.               Rechtliche Dimension intelligenter nachhaltiger cyber-physikalischer Sozialsysteme

Unter smart verstehen wir jene cyber-physikalischen Sozialsysteme, die nachhaltiges Wirtschaftswachstum und eine hohe Lebensqualität mit einem klugen Management der natürlichen Ressourcen durch partizipatorische Regierungsführung fördern und dadurch eine intelligente Wirtschaft, intelligente Mobilität und intelligentes Leben ermöglichen.

Mit nachhaltig meinen wir die Rahmenagenda 2030 der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung, die als der mächtigste und kohärenteste Rahmen für die großen Herausforderungen gilt. Auf der Grundlage von intra- und intergenerationeller Gerechtigkeit sollten Gesellschaften eine langfristige Orientierung hinsichtlich ökologischer, wirtschaftlicher und sozialer Ziele und deren Konsolidierung zu einem Gleichgewicht auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene schaffen. Nachhaltiges Wirtschaften erfordert aus unserer Sicht nicht nur die Erhaltung der natürlichen und sozialen Ressourcen, sondern auch innovative Geschäftsmodelle, einen kontinuierlichen humanen und umweltverträglichen Wandel und die proaktive Lösung sozialer und ökologischer Herausforderungen durch unternehmerisches Handeln.

Six Principles

As institutions of higher education involved in the development of current and future managers we declare our willingness to progress in the implementation, within our institution, of the following Principles, starting with those that are more relevant to our capacities and mission. We will report on progress to all our stakeholders and exchange effective practices related to these principles with other academic institutions:

  • Principle 1 | Purpose: We will develop the capabilities of students to be future generators of sustainable value for business and society at large and to work for an inclusive and sustainable global economy.

  • Principle 2 | Values: We will incorporate into our academic activities, curricula, and organisational practices the values of global social responsibility as portrayed in international initiatives such as the United Nations Global Compact.

  • Principle 3 | Method: We will create educational frameworks, materials, processes and environments that enable effective learning experiences for responsible leadership.

  • Principle 4 | Research: We will engage in conceptual and empirical research that advances our understanding about the role, dynamics, and impact of corporations in the creation of sustainable social, environmental and economic value.

  • Principle 5 | Partnership: We will interact with managers of business corporations to extend our knowledge of their challenges in meeting social and environmental responsibilities and to explore jointly effective approaches to meeting these challenges.

  • Principle 6 | Dialogue: We will facilitate and support dialog and debate among educators, students, business, government, consumers, media, civil society organisations and other interested groups and stakeholders on critical issues related to global social responsibility and sustainability.

We understand that our own organisational practices should serve as example of the values and attitudes we convey to our students.

 

Der Fachbereich Wirtschaftswissenschaften und die TU Kaiserslautern sind Unterzeichner der Principles for Responsible Management Education und sind den sechs Prinzipien verpflichtet.

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