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Finanz- und Bankmanagement

Die wirtschaftlichen Aktivitäten eines Unternehmens schlagen sich letztlich in Finanzbewegungen, d.h. in Zahlungsmittelzu- und -abflüssen nieder. Um die langfristige Existenz eines Unternehmens zu sichern, muss das finanzwirtschaftliche Gleichgewicht gewährleistet sein, die Zuflüsse müssen also die Abflüsse überschreiten. Ein spezielles Aktivitätsfeld eines Unternehmens stellen Sachinvestitionen dar, deren Vorteilhaftigkeit im Rahmen der Investitionsrechnung überprüft wird. Finanzinvestitionen in Form von Anlagen am Geld- und Kapitalmarkt oder eines Kaufs/ Verkaufs derivativer Finanzinstrumente sind nicht auf eine spezielle Gruppe von Anlegern begrenzt. Gerade bei diesen Anlagen ist jedoch offensichtlich, dass das Ergebnis einer Kapitalanlage bzw. jeder wirtschaftlichen Aktivität unsicher, d.h. mit Risiken behaftet ist. Geschäftspartner vieler finanzwirtschaftlicher Aktivitäten sind die Kreditinstitute. Während ein Kreditnehmer die Kosten eines Kredits mit den Ertragspotenzialen der finanziellen Mittel vergleicht, muss die Bank überprüfen, ob die Vergabe des Kredits vor dem Hintergrund ihrer Refinanzierungsmöglichkeiten und der Risiken des Kunden sinnvoll ist. Ein Kreditinstitut hat dabei spezielle Rechnungslegungs- und Aufsichtsvorschriften zu beachten, die gerade vor dem Hintergrund der Finanzmarktkrisen der Vergangenheit an Bedeutung gewonnen haben.

Die Berufsperspektiven

Der Schwerpunkt Finanz- und Bankmanagement qualifiziert für Führungspositionen in Finanzabteilungen mittlerer und größerer Unternehmen. Daneben bereitet der Schwerpunkt auf Funktionen wie Gesamtbanksteuerung, Kreditrisiko- oder Marktpreisrisikosteuerung (Treasury) in Kreditinstituten vor. Durch die breite Ausgestaltung des Schwerpunktes bietet sich darüber hinaus ein Einsatz in der finanzwirtschaftlichen Beratung an.

Der Lehrende

• Professor Dr. Reinhold Hölscher

Module und Lehrveranstaltungen

Der Schwerpunkt „Finanz- und Bankmanagement“ besteht aus fünf Modulen, die sich jeweils aus einer bzw. zwei Vorlesungen und einer Fallstudienveranstaltung zusammensetzen. Daneben werden Seminare zum Bank- und Finanzmanagement angeboten.

Finanzielle Unternehmensführung

In diesem Modul steht die Gestaltung der Finanzsphäre eines Unternehmens auf der Basis von Rentabilitäts-, Liquiditäts- und Risikozielen im Mittelpunkt. Neben der Finanzplanung werden die Konzepte zur Unternehmensbewertung und wertorientierten Unternehmenssteuerung sowie die Prozessstufen des Risikomanagements betrachtet.

Investitionsrechnung

Gegenstand des Moduls Investitionsrechnung sind die modernen Verfahren zur Bewertung von Sachinvestitionen. Erörtert werden in diesem Zusammenhang z.B. die Endwertverfahren und das Marktzinsmodell der Investitionsrechnung. Ferner werden die Behandlung der Unsicherheit sowie die Berücksichtigung steuerlicher Effekte im Rahmen der Investitionsrechnung aufgezeigt.

Kapitalanlagemanagement

Im Rahmen des Moduls Kapitalanlagemanagement werden zum einen die traditionellen und die derivativen Finanzinstrumente erörtert, wobei ein Schwerpunkt hier auf der Bewertung der Instrumente liegt. Zum anderen werden konkrete Anlageentscheidungen, die über die traditionelle Wertpapieranalyse, kapitalmarkttheoretische Modelle oder verhaltensbezogene Überlegungen fundiert werden können, analysiert.

Risikomanagement

Im Mittelpunkt dieses Moduls stehen die Verfahren der wahrscheinlichkeitsbasierten Risikomessung (Value at Risk-Konzepte), die beispielhaft auf Aktienkursrisiken, Kreditrisiken und operationelle Risiken angewendet werden. Darüber hinaus wird die Risikoquantifizierung jedoch auch in die Kalküle der Risikosteuerung, d.h. in das Risikotragfähigkeits- und das Risiko-Chancen-Kalkül, eingebunden.

Bankmanagement

Das aus zwei Vorlesungen bestehende Modul Bankmanagement befasst sich auf der einen Seite mit dem Rechnungswesen und der Bankenaufsicht, auf der anderen Seite mit der Kennzahlenanalyse und der Bestimmung und Umsetzung bankbetrieblicher Zielgrößen. Schwerpunkte des Moduls sind die Bewertung von Einzelgeschäften nach der Marktzinsmethode und die barwertige Steuerung von Zinsänderungsrisiken.

Weitere Informationen

unter lff.wiwi.uni-kl.de