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Industrieökonomik

Die Industrieökonomik beschäftigt sich als Teilgebiet der Volkswirtschaftslehre mit der Interaktion zwischen Märkten und Unternehmen. Zentrale Fragestellungen sind die Preissetzung und Innovationstätigkeit von Unternehmen sowie das Anreizen für Kollusion zwischen Unternehmen.  Als Mittel dienen mikroökonomische, insbesondere spieltheoretische Ansätze.

Für diesen Schwerpunkt sind daher gute Kenntnisse in der Mathematik und der Spieltheorie erforderlich. Die Veranstaltungen finden teilweise in englischer Sprache statt.
 

Die Berufsperspektiven

Die Veranstaltungen in diesem Schwerpunkt vermitteln umfangreiche Kenntnisse darüber, wie sich Unternehmen strategisch optimal auf Märkten verhalten. Diese Kenntnisse sind nicht nur wichtig für Entscheider in Unternehmen, sondern auch für politische oder regulatorische Einrichtungen. Das Anwendungsspektrum ist daher sehr breit.


Module und Veranstaltungen

Industrieökonomik (Prof. Dr. Philipp Weinschenk)
4,5 ECTS

In dieser Veranstaltung werden die Grundkonzepte der Industrieökonomik behandelt. Mithilfe theoretischer Modelle wird das strategische Verhalten von Unternehmen untersucht.

Folgende Kernthemen werden besprochen:

  • Monopol: ein Gut, mehrere Güter, Preisdiskriminierung
  • Statisches Oligopol: Preiswettbewerb (Bertrand), Mengenwettbewerb (Cournot), differenzierte Güter (Hotelling und Salop), Kapazitätsbeschränkungen
  • Dynamisches Oligopol: Kollusion, variierende Nachfrage, nicht beobachtbare Abweichungen

 

Competition and Regulation (Prof. Dr. Robert Schmidt)
4,5 ECTS

Durch Kartelle, Fusionen und dem Missbrauch von Marktmacht kann es zu Marktversagen kommen. Das Modul beschäftigt sich damit, wie staatliche Eingriffe und Regeln den Wettbewerb auf Märkten fördern und die Wohlfahrt verbessern können. Die Veranstaltung ist anwendungsorientiert (d.h. es werden nicht nur Modelle, sondern auch Beispiele behandelt) und erfordert Kenntnisse aus der Veranstaltung Industrieökonomik.

Folgende Kernthemen werden besprochen:

  • Marktmacht und Wohlfahrt
  • Messung von Marktmacht
  • Kollusion und horizontale Vereinbarungen
  • Fusionen
  • Monopolmacht und Missbrauch von Marktmacht

 

Vertragstheorie (Prof. Dr. Philipp Weinschenk)
4,5 ECTS

Die Vertragstheorie beschäftigt sich damit, wie ökonomische Akteure (insbesondere Unternehmen) Verträge schließen, um Anreizprobleme zu vermindern oder zu überwinden. Meist wird hierbei von asymmetrischen Informationen zwischen den Akteuren ausgegangen. Eine typische Fragestellung ist beispielsweise, wie ein Unternehmen seine Manager optimal mittels Anreizverträgen motiviert. Die Vertragstheorie ist sehr mathematisch und verwendet intensiv verschiedene Konzepte der Spieltheorie. Juristisches Vorwissen ist, anders als der Name vielleicht vermuten lässt, nicht erforderlich.

Folgende Kernthemen werden besprochen:

  • Prinzipal-Agenten-Modelle
  • Anreiz- und Partizipationsbedingungen
  • Versteckte Information: Lemons-Problem, Screening, Selbstselektion, Signalling
  • Versteckte Handlung: Risikoprämie, beschränkte Haftung, Team-Probleme
  • Dynamische Erweiterungen und Turniere
  • Anwendungen in Industrieökonomik & Finanzwissenschaft

 

Wettbewerbsrecht (Prof. Dr. Michael Hassemer)
4,5 ECTS

In der Veranstaltung werden zwei Rechtsgebiete behandelt, die das Phänomen Wettbewerb aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten: Das Recht des unlauteren Wettbewerbs beschäftigt sich mit fairem Marktverhalten, während das Kartellrecht die Freiheit des Marktes schützt.

Inhaltlich werden dabei folgende Themen besprochen:

  • Schutzzweck, Maßstab und Rechtsfolgen des Lauterkeitsrechts
  • Unlautere Beeinflussung von Entscheidungen der Verbraucher/sonstigen Marktteilnehmer
  • Unlautere Handlungen gegen Mitbewerber
  • Wettbewerbsrechtlicher Nachahmungsschutz, Verhältnis von Lauterkeitsrecht und Immaterialgüterrecht
  • Irreführende Angaben, insb. in der Werbung
  • Vergleichende Werbung
  • Belästigungen durch Kaltakquise
  • Verbot wettbewerbsbeschränkender Vereinbarungen („Kartelle“)
  • Selektive und exklusive Vertriebssysteme, F&E, Technologietransfer
  • Verbot missbräuchlicher Ausnutzung von Marktmacht, Verhältnis von Kartellrecht und Immaterialgüterrecht
  • Zusammenschlusskontrolle

Zusätzlich zur Modullehrveranstaltung Wettbewerbsrecht von Prof. Hassemer ist eine Hausarbeit/Essay zu einem wettbewerbsrechtlichen oder wettbewerbstheoretischen Thema am Lehrstuhl für Mikroökonomik abzugeben um 4,5 ECTS zu erhalten.

 

 

Der Lehrende

  • Prof. Dr. Philipp Weinschenk
  • Prof. Dr. Michael Hassemer

Module und Lehrveranstaltungen