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Produktionsmanagement

 

 

 

 

Lange Zeit wurde die Produktion auf die Erstellung von Sachgütern konzentriert. Eine derartige Einschränkung erwies sich jedoch als nicht praktikabel, weil der Dienstleistungssektor mittlerweile in modernen Volkswirtschaften den dominanten Sektor bildet. Diese Entwicklung führte dazu, dass die Produktionswirtschaft zunehmend als eine Funktionslehre betrachtet wurde, d.h. die Aufgabensegmentierung nach dem Verrichtungsprinzip erfolgte. Die Umorientierung zu einer so verstandenen Produktionswirtschaft hatte eine „Entmaterialisierung“ der Produktion zur Folge. Durch diese wirtschaftszweigindifferente Vorgehensweise wurden produktionswirtschaftliche Gemeinsamkeiten aller Betriebswirtschaften offengelegt und strukturgleiche Probleme in unterschiedlichen Wirtschaftszweiglehren identifizier t. Auf dieser Grundlage wird es dann möglich, zu überprüfen, ob die Methoden, die sich in der Sachgüterproduktion bewährt haben, unverändert oder modifiziert auf die Produktion immaterieller Güter über tragbar sind, wobei die artbezogenen Unterschiede einzelner Produktionsprozesse zu beachten sind. Nach heutigem Erkenntnisstand lässt sich feststellen, dass etliche Aussagen, die für industrielle Unternehmungen gültig sind, in gleicher oder doch ähnlicher Weise für Dienstleistungsunternehmungen Gültigkeit besitzen. Dabei geht es aber nicht darum, die Wirtschaftszweiglehren durch Funktionslehren zu verdrängen, sondern ihre Komplementaritäten auf zudecken und zu nutzen. Die Produktionswirtschaft ist nicht mit der so genannten Fertigungswirtschaft zu verwechseln. Hierhinter verbirgt sich ein Konglomerat von praktischem Wissen mit nur geringer theoretischer Fundierung.

Die Berufsperspektiven

Der Schwerpunkt Produktionsmanagement zielt darauf ab, die Studierenden für die Leitung von Industrieunternehmungen, für den industrienahen Dienstleistungsbereich sowie für die mit entsprechenden Fragen befassten Softwareunternehmen zu qualifizieren. Von zentralem Interesse sind Aufgaben des Supply Chain Management, der Logistik, der Beschaffung und Lagerwirtschaft, der Produktionsplanung und -steuerung sowie der Produktionsorganisation. Durch die integrative Sicht der Produktion wird das Einsatzspektrum der Studierenden in der unternehmerischen Praxis erweitert.

Der Lehrende

• Prof. Dr. habil. Hans Corsten

Module und Lehrveranstaltungen

Die Studierenden erhalten Einblick in die zentralen Problemstellungen des Produktionsmanagements. Sie werden dazu angeleitet, selbstständig Problemlösungen zu erarbeiten und komplexe Aufgabenstellungen zu durchdringen. Diese Problemlösungskompetenz bezieht sich sowohl auf die strategische als auch auf die operative Ebene, sowie den Wechselbeziehungen zwischen diesen Ebenen.

Strategisches Produktionsmanagement

Wettbewerbsstrategische Überlegungen sind für die erfolgreiche Entwicklung einer Unternehmung von grundlegender Bedeutung. Ausgehend von einem Analyserahmen für die Unternehmung und Ihre Umwelt werden strategische Instrumente thematisiert. Von zentraler Bedeutung ist aus Sicht des Produktionsmanagements die Harmonisierung zwischen Wettbewerbsstrategie und der Produktion. Vor diesem Hintergrund wird ausgehend von der Unvereinbarkeitshypothese Porters diskutiert, inwieweit unterschiedliche Produktionskonzepte in der Lage sind wettbewerbsstrategische Ausrichtungen zu unterstützen.

Quantitative Methoden im Produktionsmanagement (nur WI)

Produktionsplanung und -steuerung ist ein zentrales Forschungsfeld des Produktionsmanagement. Behandelt werden generische Konzepte und weiterführende Konzepte.

Supply Chain Management

Im Rahmen des Supply Chain Management geht es um die Zusammenarbeit von Unternehmungen einer unternehmungsübergreifenden Wertschöpfungskette. Die Supply Chain ist dabei durch eine ganzheitliche Betrachtung der Logistikkette charakterisiert. In der Vorlesung werden Themen wie die Supply Chains als spezifische Unternehmungsnetzwerke, SCM-Konzepte und Quantitative Ansätze im Supply Chain Management besprochen.

Simulation in der Produktion

In der Veranstaltung werden die theoretischen Grundlagen stochastischer Prozesse und die Möglichkeiten zur Implementierung von Simulationsmodellen mit der Software Plant Simulation behandelt. Zu den Schwerpunkten zählen die Erzeugung von Pseudozufallszahlen, Warteschlangentheorie, Programmierübungen mit Plant Simulation.

Dienstleistungsmanagement

Im Zuge eines breiten Produktionsverständnisses gehören auch Dienstleistungen als immaterielle Güter zum Erkenntnisobjekt des Produktionsmanagements. Inhaltlich bezieht sich die Veranstaltung auf die Aspekte Beschaffung und Produktion, Kosten, Marketing und Wettbewerbsstrategien.

Strategisches Innovationsmanagement

Charakteristisch für Innovationen ist die Unstetigkeit der Entwicklung und somit Fortsprung statt Fortschritt. Im Rahmen der Veranstaltung werden organisatorische und personelle Aspekte beleuchtet und den Zielen des Innovationsmanagement, Timing-Strategien und dem Instrumenteneinsatz nachgegangen.

Operatives Innovationsmanagement/ Projektmanagement

Die Studierenden sollen mit den Instrumenten des Projektmanagement vertraut gemacht werden, wobei ein Schwerpunkt auf der deterministischen und stochastischen Netzplantechnik liegt. Begleitend werden Übungsaufgaben besprochen.

Weitere Informationen

unter produktion.wiwi.uni-kl.de/lehre/master/